Die Auswahl ob eine AN-, eine BN- oder eine AL-Ausführung eingesetzt werden soll, hängt in erster Linie von der geplanten Einbau- / Montageart und der damit verbundenen Ausführung der Anschlussteile ab.
Wenn die „Welle“ vom Durchmesser fix ist und nicht nachgearbeitet werden kann (z.B. Wälzlageraussenring, Motorausgangswelle, Statorpakt etc.) wird in der Regel eine AN-Type (Einheitwelle) verwendet. Dabei wird dann der Bohrungs- bzw. Einstichdurchmesser (bei zentriertem Einbau) auf den Einsatzfall angepasst. Die „Welle“ wird dann bei der Montage in das Aussenteil mit eingelegter Toleranzhülse eingepresst.
Wenn die Bohrung fix ist (Wälzlagerinnenring), bzw. sich die Nacharbeit einfacher an der Welle gestaltet (z. B. bei einem Einstich) wird in der Regel eine BN-Type verwendet (Einheitsbohrung) und der Wellendurchmesser angepasst. Die Toleranzhülse wird dann auf die Welle gezogen und diese zusammen mit der Toleranzhülse in die Aufnahmebohrung eingepresst.
Bei der Auswahl spielen noch grundsätzliche Überlegungen eine Rolle. So sollte die Toleranzhülse bei unterschiedlichen Werkstoffen der Anschlussteile vorzugsweise bei der Montage in das härtere Material eingepresst werden. Zudem sollte nach Möglichkeit bei einem Aussenteil aus Aluminium und einer Stahlwelle eine AN Type verwendet werden, damit beim Einpressen die Relativbewegung zwischen Toleranzhülse und Stahlwelle und nicht dem Aluminiumteil erfolgt. Auf der anderen Seite ist bei sehr kleinen Durchmessern der Anschlussteile und einem geplanten zentrierten Einbau eine BN-Type zu bevorzugen, da sich hier der Toleranzring leichter auf eine Welle mit Einstich aufziehen lässt als in eine Bohrung mit Einstich einzulegen ist, da hierfür die Enden bei der Montage zunächst überlappt werden müssen.